Besuch im Stucco Centre Taura

08.04.2019 |

„Montag ist Schontag.“sagt mancher. Aber nicht die Sechstklässler der Schule am Taurastein in Burgstädt! Für sie begann der Montag mit einem Fußmarsch nach Taura ins Stucco Centre von Herrn Eberl. Dieser hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, den neugierigen Schülern zu zeigen, was sich hinter dieser Betriebsbezeichnung verbirgt. Die großen weißen Plastiken am Eingang gaben schon einen Hinweis. Nach der netten Begrüßung durften sich die Kinder auf dem Ausstellungsgelände im Hof umsehen. Jeder sollte sich ein interessantes Objekt heraussuchen und dann wurde mit Meister Marko darüber gesprochen: Warum hast du das ausgewählt? Was stellt es dar? Wofür wird es verwendet? Erstaunlich, was so mancher schon wusste. Über das Material rätselten alle eine Weile herum. Sie erfuhren, dass all die herrlichen Löwenköpfe, Blumenranken und Engelsfiguren aus Beton bestehen. Vorsichtig bewegten sich die Mädchen und Jungen in das Lager neben der Werkstatt. Was gab es hier alles zu entdecken? Wie in einem Schloss käme man sich vor, äußerten einige Kinder begeistert. Manche nahmen sich vor, später ihre eigene Wohnung mit solchen wunderschönen Konsolen und Zierleisten zu dekorieren. Nun wurde es spannend. Alle durften in das Herzstück, die Werkstatt mit den riesenlangen Tischen. Herr Eberl hatte gut zu tun, den neugierigen Kindern alle Fragen zu beantworten. Geduldig und anschaulich nahm er sich für jeden Zeit. Dann wurde es praktisch. Er zeigte der Klasse 6, dass die ganzen schönen Sachen durch Gießformen ihr späteres Äußeres erhalten und erläuterte, wie man dabei vorgehen muss. Jeder durfte sich eine Gießform aussuchen. Die Formen und auch die Kinderhände wurden auf ihren Einsatz vorbereitet. Ein Schüler durfte beim Anrühren der Mischung helfen. Mächtig stolz gab er am Rührgerät alles. Der entstandene „Brei“ wurde auf die Gießformen verteilt. Mit den Händen musste nun alles gut durchgewalkt werden, damit keine Luftbläschen entstehen. Durch Rütteln und Schütteln verteilte sich die Masse in alle Ritzen. Während der Wartezeit bis zum Ausformen hatte Meister Marko noch eine ganz tolle Idee für die Kinder. In ein schnell improvisiertes Relief drückten alle Schüler ihren Handabdruck hinein und mussten 10 Minuten still halten, bis sie die Hand wieder herausnehmen konnten. Für manche ein großes Problem. Aber das Ergebnis lies alle Mühen vergessen – es war einfach großartig! Und noch ein Höhepunkt folgte: Die Gießformen wurden abgenommen. Entzückt über ihr persönliches Kunstwerk und stolz auf das Geschaffene fanden alle, dass das der beste Montag aller Zeiten war! Den ganzen Rückweg über erzählten die Kinder noch begeistert von ihren Eindrücken. Und wie toll wird es erst, wenn die getrockneten Arbeiten das Zuhause der Sechstklässler verschönern!

Ein herzliches Dankeschön von allen Schülern der Klasse 6 und ihrer Lehrerin für diesen unvergesslichen Tag geht an Herrn Eberl und seinen Mitarbeiter.